Allergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.
Autorin: Antoinette LePère
- Was ist der Unterschied zwischen einer Unverträglichkeit und einer Allergie?
- Wie kann eine Allergie entstehen?
- Und was ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien zu beachten?
Während bei einer Allergie das Immunsystem auf eher harmlose Substanzen – wie Blütenpollen oder Katzenhaare – total überzogen reagiert, funktioniert bei der Nahrungsmittelunverträglichkeit (auch Intoleranz genannt) ein Enzym oder der Transportmechanismus im Darm nicht.
Ist die Ursache bekannt, können die unterschiedlichen Möglichkeiten in Betracht gezogen und entsprechend gehandelt werden.
Die unverträglichen Lebensmittel eine bestimmte Zeit zu meiden, unterstützt eine Regenerierung der Darmschleimhaut. Da die Schleimhaut nicht weiter angetriggert wird, kann sie sich erholen. Und obendrein kann sich dieses auch positiv auf den Stoffwechsel auswirken.
Ein Verfahren, das zum Austesten von Unverträglichkeiten eingesetzt werden kann, ist z.B. die Biologisch-medizinische Kinesiologie.
Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (auch Intoleranz genannt) funktioniert ein Enzym oder der Transportmechanismus im Darm nicht und die Unverträglichkeitsreaktion ist meist dosisabhängig. Das heißt: kleine Mengen des Nahrungsmittels werden vertragen. Hinzu kommt, dass der zeitliche Zusammenhang zwischen den auftretenden Symptomen nach der Nahrungsaufnahme oft wenig klar und jedes Mal anders ist.
Die häufigste Ursache ist ein angeborener oder erworbener Enzymmangel. Eine „echte“ Nahrungsmittelunverträglichkeiten liegt nur dann vor, wenn ein gut funktionierender Verdauungstrakt bestimmte Nahrungsmittel in normalen Mengen wiederholt nicht verträgt.
Unterscheidung der Unverträglichkeiten
- Histamin-Unverträglichkeit (Maldigestion)
Hier treten zwei Möglichkeiten auf: Stress, Medikamente oder Alkohol können den Histamin-Abbau blockieren oder ein Mangel an Histamin-abbauende DAO-Enzyme schaffen den erforderlichen Abbau nicht. - Lactose-Unverträglichkeit
Aufgrund des Laktase-Mangels (Enzym) kann keine Milchzuckerspaltung in Glukose und Galaktose stattfinden. - Fructose-Unverträglichkeit (Fruktose-Malabsorption)
Hierbei kann eine bedingte bis keine Aufnahme über Dünndarm vorliegen oder eine Transportstörung in den Dickdarm.Vorsicht! Bei einem angeborenen Enzymdefekt bei Babys besteht Lebensgefahr!
- Gluten-Unverträglichkeit (das Klebeeiweiß Gluten)
Entzündung der DünndarmschleimhautZöliakie
Autoimmunreaktion wird getriggert, chronische Dünndarmentzündung
Gluten- oder Weizensensitivität
individuell von Dosis an Gluten oder Weizen abhängig. Beschwerden ohne nachweisbare allergische oder autoimmune Reaktion
Weizenallergie
IgE-vermittelten allergischen Reaktion auf Eiweiße des Weizens
Mögliche Symptome einer Intoleranz
Der Magen-Darm und die Atemwege bestehen aus einer Schleimhaut. Daher können bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten mit einer verstopften oder laufenden Nase, Allergie ähnlich, einhergehen.
Weitere Reaktionen auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten können sein:
- plötzliche Hautrötungen in Gesicht, Hals und Dekolleté
- Quaddeln, Pusteln und Schwellungen
- Juckreiz
- Übelkeit, Durchfall und andere Magen-Darm-Beschwerden
- Schwindel und Kopfschmerzen
- Kreislaufprobleme und Herzrasen
Nicht immer liegt eine Intoleranz vor. Treten nach dem Essen Herzbeschwerden auf, kann auch eine Verspannung des Zwerchfells vorliegen. Das sollte auf jeden Fall geklärt werden.
Mögliche Ursachen einer Intoleranz
Eine Unverträglichkeit hängt mit den Enzymen oder dem Transportmechanismus im Darm zusammen. Die häufigste Ursache für eine Nahrungsmittel-Intoleranz ist ein Enzymmangel.
Die Unverträglichkeitsreaktionen sind meist dosisabhängig. Das heißt, kleine Mengen sind durchaus verträglich. Verwirrend sind sowohl der zeitlich indifferenter Zusammenhang zu Symptomen, als auch, dass jedes Mal andere Symtome auftreten können.
Ursachen der negativen Darmbeeinflussung können unter anderem Arzneimittel, Stress und auch Schwangerschaft sein.
Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten können zu einem übersäuerten Darm, zu einer Darmschleimhautentzündung sowie zur Vermehrung von Bakterien und Pilzen führen. Werden die Ursachen nicht behandelt, kann sich der „Leaky Gut“ (durchlässige Darm) entwickeln, was wiederum zu einer gestörten Immunsystem-Regulation führen kann.
Entstehung einer Allergie
Der Darm macht 80% des Immunsystems aus! Wenn der Darm über einen längeren Zeitraum negativ beeinflusst wird, gerät das Immunsystem ins Ungleichgewicht. Eine negative Beeinflussung des Darms durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Arzneimittel, Stress, Schwangerschaft … kann zu einem übersäuerten Darm führen.
Ein übersäuerter Darm kann sich wiederum verschieden auswirken:
- Bakterien und Pilze vermehren sich
- Darmschleimhautentzündung
- Unverträglichkeiten durch Enzymmangel möglich
- gestörte Regulation des Immunsystems
- Durchlässigkeit der Darmwand („Leaky Gut“ = durchlässiger Darm)
- …
Bei einem durchlässigen Darm können ungespaltene Proteine und auch giftige Stoffwechselprodukte in den Körper gelangen. Dadurch entsteht zum einen eine Überbelastung der Ausscheidungsorgane (Darm, Leber, Nieren, Haut, Atemwege), zum anderen können die ungespaltenen Proteine als „Gegner“ (Antigen) wahrgenommen werden – und Antikörper bilden sich. Irgendwann können daraus Allergien entstehen.
(Nahrungsmittel-)Allergie
Eine Allergie ist eine überzogene Reaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen – wie Blütenpollen oder Katzenhaare. Sie kann angeboren oder aber auch erworben sein.
Bei echten Nahrungsmittelallergien führen bereits kleinste Mengen des Nahrungsmittels zu Beschwerden. Nach der Nahrungsaufnahme treten die Symptome innerhalb von Minuten (Jucken im Mundbereich) bis etwa 1 — 2 Stunden (Erbrechen und Durchfall) auf.
Das Immunsystem sorgt für den Abtransport der „feindlichen Stoffe“ (Antigene) über die Ausscheidungsmechanismen des Körpers:
Magen und Darm reagieren (am häufigsten) mit z.B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und (teils blutige) Durchfälle – ein Reizdarm kann sich entwickeln. Aber auch Hauterscheinungen – häufig Juckreiz, Hautrötung und Quaddeln – können auftreten. Manchmal treten Schwellung oder Kribbeln der Mundschleimhaut auf. In anderen Fällen kann Neurodermitis unterhalten oder verstärkt werden. Bei schweren Allergieformen treten Atemwegsbeschwerden (Lunge und Bronchien verstärken den Auswurf durch Husten) auf. In Ausnahmefällen wird ein chronisches Asthma durch eine Nahrungsmittelallergie unterhalten. Auch das Tränen von Nase und Augen kann eine Reaktion darauf sein – ein Fließschnupfen entsteht. Je nach dem kann die Nase verstopft sein.
Der allergische Schock tritt in Extremfällen auf und ist lebensbedrohlichen. Durch einen erneuten Kontakt mit dem Allergen entsteht eine sofortige Reaktion mit unterschiedlicher Schwere. Wer einmal mit einem allergischen Schock reagiert, sollte sich vom Arzt ein Notfallset für Allergiker verschreiben lassen und diesen für den Notfall immer bei sich haben.
Ernährung bei Unverträglichkeiten und Allergien gegen Nahrungsmittel
- Diätberatung
- Beim Bäcker oder Metzger nach den verwendeten Zutaten fragen
- Bei Fertigprodukten genau auf die Zutatenliste achten
- Ersatzprodukte für Milch oder Eier sind nicht immer ratsam z.B. reagieren gerade Kuhmilchallergiker häufig auch auf Sojamilch
Sie haben den Verdacht auf „Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten“ und möchten hierzu einen Beratungstermin bei mir haben? Dann kontaktieren Sie mich per Mail post(ät)heilpraxis-lepere.de oder per Telefon 0611.16 66 14 11.
Ich freue mich auf Ihre Anfragen.
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