Ausleitungsverfahren (Humoraltherapie)
Die Ausleitungsverfahren basieren auf altes Wissen der Antike. Es sind Behandlungsmethoden, die der Entgiftung* des Körpers und somit dem allgemeinen Wohlbefinden dienen.
Organe und Gewebe können durch die Entlastung des Organismus besser versorgt werden. Das wiederum unterstützt notwendige Behandlungen sowie Indikationen.
Wir sind täglich vielen Stoffen ausgesetzt, die uns langfristig schaden können. Als Gesundheitsprophylaxe sind regelmäßig angewendete Ausleitungskuren für den ein oder anderen Körper, der nicht so gut die belastenden Umweltstoffe wegstecken kann, eine Wohltat.
Therapeutische Verfahren, die hierzu eingesetzt werden können sind z.B. Kolloide, Phytotherapie, homöopathischen Komplexmitteln, Craniosacrale Therapie, Biologisch-medizinische Kinesiologie, …
Viele wünschen sich eine Entgiftung. Nur was steckt dahinter? Gibt es Schwierigkeit mit einem ausleitenden Organ oder gibt es Beeinträchtigungen, die das erfordern? Oder ist da einfach „nur“ die Unsicherheit, dass da was sein könnte. Immerhin wird sehr viel darüber berichtet und geschrieben. So prägte mich auch der erste Entgiftungswunsch 2012 in meiner Praxis.
* Die Entgiftung wird oft auch als „Detox“ bezeichnet. Das ist das Kürzel für das englische Wort „Detoxification“.
Aus dem Nähkästchen geplaudert …
Nach der Schule und der Überprüfung zum Heilpraktiker ist die Freude groß, wenn das gesammelte Wissen endlich gefordert wird. Gerade im Bereich Ausleitungsverfahren ist das eine wunderschöne Aufgabe. So viele Möglichkeiten, so viele Tests und so viele Kombinationen können da hilfreich sein.
Mein erster Patient mit dem Ausleitungswunsch von möglichen Giftstoffen kam dann auch relativ kurz nach der Praxiseröffnung. Ich hatte ihn sogleich kinesiologisch getestet und habe nicht schlecht gestaunt, dass bei den vielen unterschiedlichen Mitteln und Möglichkeiten ein Hustenmittel getestet wurde. Er hatte weder eine Erkältung vor oder hinter sich. Seine Frau, die über seinen Gesundheitsstatus einen umfassenden Überblick hatte, konnte sich auch keinen Reim darauf machen.
Mir hatte damals eine erfahrene Heilpraktikerin zur Seite gestanden, sodass der heraufordernde Start in die Praxis eine sehr gute Basis hatte. Wir haben uns die Inhalte des Komplexmittels angeschaut und stellten fest, dass eines der Mittel zur Abatmung von Giftstoffen im Körper dienten. Die anderen Mittel hatten stärkende Funktionen.
Leitsatz zu den verschiedenen Ausleitungsorganen
Was der Darm nicht heilt, das heilt die Leber,
was die Leber nicht heilt, das heilt die Niere,
was die Niere nicht heilt, das heilt die Lunge,
was die Lunge nicht heilt, das heilt die Haut,
was die Haut nicht heilt, das führt zum Tod.
Autor unbekannt.
Ausleitungsverfahren
Wo und wann fängt die Ausleitung an?
Die natürlich Ausleitung beginnt bei der Ernährung schon im Mund. Wenn etwas nicht schmeckt oder ungenießbar ist oder verdorben schmeckt, dann wird das automatisch sofort wieder ausgespukt.
Als nächstes reagiert der Magen bei Unverträglichkeiten jeglicher Art. Entweder wird alles nach oben zurück oder durch den Darm nach unter rausgetrieben.
Ausleitungsverfahren
Der Darm als Ausleitungsorgan
Der Darm ist nicht nur dazu da, den vorverdauten Magenbrei weiter zu verarbeiten. Hier werden die Stoffe entsprechend aufbereitete. Die Stoffe, die zur Erhaltung des Immunsystems und der Konstitution notwendig sind, werden dem Körper über die Darmschleimhaut gefiltert zugeführt. Während andere Stoffe aussortiert den Weg nach außen finden.
So erklärt sich auch, dass sich 80% des Immunsystems im Darm befindet.
Verschiedene Faktoren können den Darm triggern und zu Entzündungen im Darm und/oder Nahrungsmittunverträglichkeiten führen. Wenn die Darmschleimhaut Entzündungen hat, dann können Stoffe über die Darmschleimhaut in den Körper gelangen, die da nichts zu suchen haben und das Immunsystem entsprechend schwächen.
Die Leber kann das bis zu einem gewissen Grad auffangen. Aber auch hier sind Grenzen des Möglichen vorhanden.
Ausleitungsverfahren
Die Leber als Ausleitungsorgan
Die Leber ist das „Klärwerk“ im Körper. Sie spaltet mit Hilfe der Galle die ansonsten nicht zu verarbeiteten Stoffe im Körper so um, dass sie verarbeitet werden können und über die Niere oder den Darm ausgeleitet werden können.
Die Leber hat keine „Nerven“ wie die anderen Organe. Deshalb kann die Leber keine Schmerzen senden. Wenn sie überfordert ist und die Produkte nicht mehr im erforderlichen Maße abgebaut werden, dann bleiben diese im Körper und beanspruchen/behindern das ganze (Immun-)System.
„Der Schrei der Leber ist die Müdigkeit!“
Ausleitungsverfahren
Die Niere als Ausleitungsorgan
Die Niere filtert täglich rund 1.800 Liter Blut und sorgt dafür, dass über den Urin Gift- und Abfallstoffe (harnpflichtige Substanzen) aus dem Körper ausgeschieden werden. Dabei reguliert sie auch den Salz- und Wasserhaushalt im Körper, die langfristige Blutdruckeinstellung, als auch die Aufrechterhaltung des Mineralstoffgleichgewichts.
Zudem produzieren die die Nieren Vitamin D und Hormone zur Blutbildung (Erythropoetin), als auch zur anhaltenden Stressbewältigung (Cortisol). Eine Überforderung der Nieren über einen längeren Zeitraum kann zu weitgreifenden Kettenreaktionen führen.
Ausleitungsverfahren
Die Lunge als Ausleitungsorgan
Die Lunge hat mit all ihren Alveolen eine enorme Fläche zum Gasaustausch. Sie sorgt für die Sauerstoffzufuhr in die Zellen. Der Sauerstoff wird bei der Verbrennung von Nahrungsstoffen zur Energiegewinnung braucht. Als Abfallprodukt entstehen Wasser und Kohlendioxid. Das Kohlendioxid wiederum wird zur Entsorgung abgeatmet.
Das Atemzentrum im Gehirn erhält über spezielle Zellen (Chemo-Rezeptoren) in den großen Blutgefäßen die Sauerstoff- und Kohlendioxid-Verhältnisse (Konzentration) im Blut mitgeteilt. Liegt ein Missverhältnis vor, wird dieses durch vermehrte Ein- oder Ausatmung ausbalanciert.
Ausleitungsverfahren
Die Haut als Ausleitungsorgan
Die Haut dient nicht nur als Hülle, zur Sinneswahrnehmung und Temperaturregulation. Die Fettzellen im Unterhautfettgewebe dienen zudem als Energiespeicher und zur Hormonproduktion (z.B. Vitamin D). Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte über die Schweiß- und Talgdrüsen aus dem Körper.
Fazit zum Ausleitungsverfahren
Ausleitungsverfahren gibt es viele. Liegen ein Mangel oder ein Überschuss vor, die das Bedürfnis nach einer Entgiftung geweckt haben, dann sind die Ursachen dafür entscheidend, welche Therapie gewählt wird. Das geht nicht ohne eine entsprechende Erstanamnese.
Je nachdem was das Ungleichgewicht ausgelöst hat, können vorab aufbauende und beispielsweise entzündungshemmende Maßnahmen vorrangig sein. Damit der Körper nicht noch mehr belastet wird.
Sie möchten zum Thema „Ausleitungsverfahren und einer individuell ausgerichteten Entgiftung“ einen Beratungstermin bei mir haben? Dann kontaktieren Sie mich per Mail post(ät)heilpraxis-lepere.de oder per Telefon 0611.16 66 14 11.
Ich freue mich auf Ihre Anfragen.
Weiter Informationen über mich, meine Praxis und meine Therapieangebote finden Sie hier.

